Montag, Mai 16th, 2011 | Author: admin

Wir erinnern uns nur an das, was nie passiert ist.

Mit Geld kann man Glück nicht kaufen, dafür alles andere.

Aus irgendeinem Grund schenkt uns das Leben das, was wir nie gesucht haben.

aus: Marina von Carlos Ruiz Zafón

Sonntag, Mai 15th, 2011 | Author: admin

Anna kann sich maßlos ärgern über Stadtpläne, die nicht die Richtung zeigen, in die sie schaut, sondern immer gen Nordpol, der selten ihr Ziel ist. Oder über Stadtpläne, die Atlantis abbilden oder Eldorado, aber sicher nicht die Straßenzüge vor ihrer ganz realen Nase. Anna hat eine Sord-Nüd-Rinks-Lechts-Uben-Onten-Schwäche. Angeboren, wie sie seit heute weiß.

Naaaa, ach ich wollte dich auch schon anrufen, wie waren denn die Prüfungen? Gut gelaufen? Erzähl!
Och, die am Freitag dürfte ich bestanden haben, die am Samstag weiß ich nicht, das könnte knapp werden.

Bist du da eigentlich zwischendrin nach Hause gefahren oder dort geblieben?
Äh…. naja, da die Prüfungen ja in Köln waren, bin ich natürlich nicht hin und zurück und wieder hingefahren. Das wäre ein bisschen weit, oder nicht?

Ach ja? Gut, ich habe das jetzt nicht so im Kopf, müsste ich nochmal auf die Karte schauen. Wenn man sich das man überlegt… Köln liegt nördlich von hier…. Stuttgart südlich… beides weit, also da könntest du recht haben!
?!?

[...]

Aserbaidschan hat gewonnen.
Aserbaidschan? Das zählen die zu Europa? Das hätte ich jetzt eher zu Asien gerechnet!

Doch, und die haben auch nur gewonnen, finde ich, weil das ist wohl so ein Land, da grenzen ganz viele andere Länder dran, die alle für Aserbaidschan gestimmt haben, also die Ukraine, Weißrussland, Kroatien und so weiter. Da ist das ja kein Wunder.
Huch, das ist ja überraschend platziert. Hätte ich mir jetzt anders vorgestellt, aber so genau weiß ich das auch nicht… Moment, ich schau mal… so, da ist die Karte… ja… also, jetzt verstehe ich….

Samstag, Mai 14th, 2011 | Author: admin

Frau Koluth hat von Herrn Jemand einen Entwurf gemacht und sorgt sich darum, dass er ihm nicht ähnlich ist.

Schon oft saß Frau Koluth vor einer detailverliebten Zeichnung, hat hier etwas Kohle entfernt und dort etwas mehr aufgetragen. Die Züge gestrichelt, dann schwungvoll nachgezogen, dann den Schlussstrich gesetzt, den Entwurf zerknüllt, und neues Papier zur Hand genommen, die Skizze neu aufgesetzt. Manchmal entstand die gleiche Zeichnung noch einmal. Manchmal die Negativfolie der vorhergehenden. Vieles blieb unvollendet. Drei Linien, Schlussstrich, Tabula Rasa, drei Linien.

Anna Koluth zeichnet und zeichnet. Radiert, tupft, wischt, verstärkt, hellt auf. Trägt, wenn nötig, wie manchmal, eine neue Schicht Kohle auf. Arbeitet unablässig. Das Ergebnis nähert und entfernt sich und korreliert mal positiv, mal nicht, mal negativ, nie linear.

Ad 1, ja, Herr Frisch, ad 2, daraus, Herr Frisch, dass ich den Entwurf ändere und nicht den Menschen. Und daraus, dass er ihm nie ähnlich wird und ich trotzdem unablässig daran arbeite.

Happy Birthday.

Dienstag, Mai 10th, 2011 | Author: admin

Ich lernte, dass die Menschen, wie Hugo Loetscher sagte, keine Wurzeln haben, sondern Beine. Und dass man in dieser großen Stadt verschwinden konnte in der Einsamkeit eines Zimmers oder einer Menschenmasse. Jeder war für sich selbst verantwortlich, wer sich nicht bemühte, ging unter.

Was Peter Stamm in einer Erzählung, die Anna vor längerer Zeit einmal in einer Wochenzeitung gelesen hat, so gekonnt prosaisch in melancholische Worte gefasst hat, formulierte Annas polnische Freundin, sich eines Sprichworts ihrer Heimat bedienend, ungleich treffsicherer einst so: Wer ein weiches Herz hat, hat einen harten A*rsch.

Leistungsprinzip, Indiviualismus, Sozialdarwinismus. Wie immer man das Untergehen infolge Nicht-Bemühens nun bezeichnen will, die Laiensoziologin Koluth erkennt hierin ein unsere Gesellschaft tragendes und durchwirkendes, selten in Zweifel gezogenes Handlungsprinzip.

Nun ist Frau Koluth weder Laien- noch sonst in irgendeiner Weise ansatzweise Soziologin, aber in eine große Stadt ist sie gezogen, weil ihre tägliche Großstadtbeschäftigung ihr Curriculum leistungsprinzipkonform fortschreibt. In der großen Stadt kennt sie ihr Herzchen, aber sonst keinen Sch*wanz, ob A*rsch oder nicht. Das macht nichts, hat Frau Koluth gedacht, wozu ist frau modern und interaktiv und kennt Kennenlernportale für den Anschluss nach Dienstschluss.

Herr Exexpat (*Name von der Redaktion geändert) will eigentlich gar nicht in Stuttgart sein, denn zur Zumutung, die Miete selbst bezahlen zu müssen, kommt die Langeweile des Inlandes nach Tokio und Brasilien. Nach dem dritten Gähnen und unablässigen Ping-Pong-Blicken, die rechts und links, aber nie auf Anna landen, fühlt sich Anna wie die Inkarnation besagten Inlandes und beginnt sich zu schämen für die Erfolglosigkeit ihres Bemühens. Auf den Besuch beim vietnamesischen Schnellimbiss (”Wie, du warst wirklich noch nie in Asien?!”) folgt ein zielloser Spaziergang durch die Innenstadt, dem eine implizite Bitte um Zielsetzung, beispielsweise die U-Bahn-Station gen Hause, innezuwohnen scheint. Herr Exexpat freut sich dann auch auf ein Wiedersehen wahrscheinlich/vielleicht “die Tage” und zieht von dannen.

An ihrer Selbstverantwortlichkeit würde Anna an dieser Stelle kaum zweifeln, wären da nicht die letzten fünf Treffen der dritten Art mit (durchweg) Männern gewesen, die sich alle gezwungenermaßen projektbedingt im spießigen Schwabenkessel ein Stelldichein mit Anna gaben, ähnlich endeten und Anna fragt sich: Was ist der Nenner? Das Geschlecht? Das Leistungsprinzip? Anna?

Just heute las Anna vom 30-Tage-Erfolgsplan für das erfolgreiche Leben, dessen Idee darin besteht, eine unerfolgreiche Gewohnheit nicht gleich für immer ändern zu wollen, sondern quasi probeweise für einen Monat mit Verlängerungsoption bei Erfolg. Den wird Anna umsetzen und probeweise für einen Monat in der Einsamkeit ihres Großstadtzimmers verschwinden, um dem Leistungsprinzip so wie eine Katze in den Sch*wanz zu beißen. Errare humanum est.

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Samstag, Januar 22nd, 2011 | Author: admin

Eine Hyperbel besteht aus den Worten, die mir fehlen, wenn ich das Glück beschreiben will, das ich empfinde, wenn ich in deine großen schwarzen Augen sehe und du mir lachend mit deinen zarten kleinen Händen über den Kopf streichst.

Ein Euphemismus besteht aus den Worten, die ich dir sage, um das Glück zu beschreiben, das ich empfinde, wenn ich in deine großen schwarzen Augen sehe und du mir lachend mit deinen zarten kleinen Händen über den Kopf streichst.

Mittwoch, Januar 19th, 2011 | Author: admin

Die Anna, die vor zwei Jahren das Karrieresprungbrett betretend mit dem Fortsetzungs-Schwellenroman ihrer Blogs abgeschlossen hat, ist heute ein anderer Mensch. Gesprungen ist sie damals tatsächlich. Salti und Schrauben haben seither ihrer Hirnmasse eine neue Gestalt verliehen, Synapsen aus- und um- und Gleichschaltmodule zwischengestöpselt. Sie pulsiert mit der Turmbauvision und achtet schießhündig darauf, dass niemand ihr Handtuch vom mühevoll eroberten Liegestuhl ziemlich weit oben in der flachen Hierarchie und bequem unterpolstert mit einem auskömmlichen Sümmchen schnöden Mammons entfernt.

Die Anna, die Anna im Spiegel sieht, flößt ihr unheimliches und ehrfurchtsvolles Befremden ein. Sie sieht genau die Frau, die sich schimärenhaft, begehrt, verachtet und gefürchtet, fern am Horizont ihres Jugendmoratoriums abzeichnete. Schön, stark, selbstbewusst - allein und angepasst. Hat sie also den Kampf gewonnen oder hat sie ihn verloren? Anna fehlen die Worte, also vergisst sie und lebt einfach weiter.

Aber die Worte fehlen Anna sehr - denn natürlich kann man eine Rose auf irgendeiner kaum besuchten Waldlichtung vom Brombeergestrüpp befreien, sie abschneiden, in Form stutzen, die Blätter mit hübsch perlendem Wasser bestäuben und sie in einer teuren Vase ganz oben im Edelholzregal eines Desginer-Lofts platzieren.

Montag, Januar 12th, 2009 | Author: admin

… von einer ihrer Freundinnen. Eigentlich passe Anna nicht auf das Karrieresprungbrett, auf dem sie steht. Das liege nicht an Annas Fähigkeiten oder Qualifikationen, sondern an Annas Persönlichkeit. Annas Persönlichkeit passe am besten auf einen südfranzösischen Weinberg, auf den sie gleichgesinnte Linksintellektuelle einlädt, um über Adorno zu plauschen. Wäre da nicht die Krux mit der Kohle, Anna wäre nicht abgeneigt.

Samstag, Dezember 27th, 2008 | Author: admin

Anna ist leicht zu beschenken. Sie legt sich im Zweimonatstakt absonderliche Hobbies zu (im chronologischen Jahresrückblick 2008:

  • Januar: Griechisch lernen
  • März: ein Mathematik-Blog ins Leben rufen
  • Mai: webdesignen
  • Juli: programmieren
  • September: ehrenamtlich übersetzen),

und lässt ihre Umwelt in detailverliebten Exposés daran teilhaben. Sie liebt Kaffee und überhaupt alles mit Milch und Zucker und Kladden für wüste Querbeetsammelsurien, die sie mit Rezepten, Gedichten, Finanzbilanzen, Vokabel-, To Do- und sonstigen Listen füllt. Sie befindet sich seit ihrer Geburt in einer Dauerfinanzkrise und ist der fleischgewordene Beweis für die These, dass die Bedürfnisse stets die Mittel übersteigen. Sie liest viel und in drei Sprachen. Ist trotzdem keine vergeistigte Bildungsnudel, liebt Schuhe, Handtaschen und Kopfbedeckungen. Ergo: Anna ist leicht zu beschenken.

Bis kurz vor Weihnachten ging sie davon aus, dass der Kreis ihrer Liebsten ihre Meinung teilt. Schließlich doziert sie gern über ihre Hobbies, saut die Küche täglich mit Kaffee ein, steht mitten in der Unterhaltung vom Tisch auf, weil sie irgendjemandem oder einfach nur so irgendetwas schreiben muss, verteilt Zeitungen, Zeitschriften und Bücher im ganzen Haus und beansprucht sämtliche Schuhschränke für sich.

Weil Anna selbst oft in ihrer zweiten oder ihrer Traumwelt lebt, hat sie dennoch Aufmerksamkeitsdefizite einkalkuliert und gezielt ab und an Wünsche geäußert. Capuccino-Tasse bräuchte sie. Kopfhörer. iTunes-Gutschein wäre ganz reizend. Bücher, nämlich die auf ihrer Wunschbücherliste. Was Anna bekommen hat?

einen Capuccino-Becher: Anna hatte sich eine flache Capuccino-Tasse für ihren Milchkaffee gewünscht, Design egal, nur nicht zu hoch, damit sie unter die Espresso-Maschine passt.

eine Espresso-Tasse: Anna hatte sich eine flache Capuccino-Tasse für ihren Milchkaffee gewünscht, Design egal, nur nicht zu hoch, damit sie unter die Espresso-Maschine passt.

einen Roman, der im Klappentext mit Schlagwörtern wie “deutsche Klassik”, “Studie über Moral”, “Text voller gebildeter Anspielungen und Zitate und versteckter Kleinode”, “tiefgründig und intelligent” gepriesen wird. Anna liebt schräge Fiktionen von Autoren, die ihre Lust an der Sprache feiern und die sich nicht mit dem gesamten Literaturkanon intertextuell verweben um gebildet und intelligent zu wirken. Ihre Lieblingsströmungen sind die französische Dekadenz und der magische Realismus Lateinamerikas. Es darf aber auch ruhig trivialliterarisch sein. An ihrem Literaturgeschmack lässt sie ihre Umwelt in detailverliebten Exposés teilhaben. Für alle Fälle hatte sie noch dazu eine Wunschbücherliste herausgegeben.

einen Essay, der dem Leser die Geschichte der Philosophie von der Antike bis heute auf humorvolle und leicht bekömmliche Art und Weise näherbringt. Nun hat sich Anna in der Tat sporadisch und selektiv mit philosophischen Theorien und Strömungen auseinandergesetzt. Im Studium. Sie kann, weil sie will, wenn sie muss. Sie muss aber nicht mehr und amüsiert sich lieber über andere Dinge als über Husserl Light. Das stand auf ihrer Wunschbücherliste der schrägen Fiktionen zwischen den Zeilen.

Kürbiskernöl zum Kochen. Anna kann nicht kochen. Sie ernährt sich von Mehrkornbrot und Frischkäse.

ein Silberarmband mit Herzchenanhängern. Anna trägt keinen Schmuck. Eigentlich aus Pragmatismus, weil das Gebaumel sie stört, jetzt aus Überzeugung. Wenn man Schmuck trägt, weil er schöner macht, es aber niemandem auffällt, ob man Schmuck trägt oder nicht, wozu dann Schmuck tragen? Oder ist es dem Gabenspender aufgefallen, er fand aber, Anna habe eine optische Aufwertung nötig? Oder ist Anna im Gegenteil in seiner Vorstellung ein stets mit Diamenten behangenes elfengleiches Wesen? Oder eine Frau unter vielen, der man Schmuck schenkt, weil man allen Frauen Schmuck schenkt?

eine Gelkerze. Mit braunen Wachskügelchen, die wie Kaffeebohnen aussehen. Und die beim Niederbrennen Kaffee-Aroma verströmt. Tja, was schenkt man einem Kaffee-Fan? Milchaufschäumer? Besonders aromatische Qualitätskaffeebohnen? Ein Buch über Milchschaumverzierungen? Über Kaffee im Allgemeinen? Idee, anyone?

Weihnachten 2009 tätigt Anna all ihre Einkäufe im Rache-Shop. Die haben Bikinis, deren Nähte sich im Kontakt mit Wasser auflösen. Und ein Blog haben sie auch.

Mittwoch, Dezember 24th, 2008 | Author: admin
  • Guten Tag, ich suche ein Geschenk. Wissen Sie, was ältere Damen so lesen?
  • Ja, also, das ist doch ganz unterschiedlich… es hat ja jeder seinen persönlichen Geschmack… was mag sie denn so?
  • Äh… sie kommt aus Ostdeutschland!
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Mittwoch, November 19th, 2008 | Author: admin

Es gibt schon seltsame Schieflagen. Zum Beispiel die zwischen Englisch und unserer Verkehrssprache in Bling-Bling-Business-Boomtown. Herr Blackberry beherrschte sie sehr gut: Er wünschte Anna freitags ein “Have a nice weekend” oder versprach “CU tomorrow” per Blackberry-Mail. Ab und zu flocht er Buzzwords in seine Small-Talk-For-Businesspeople-Stufe-III-Konversation ein mit der Selbstherrlichkeit eines Sonnengottes und der Aussprache eines Sextaners. Was er da sprach, nannte er Englisch. Er changiere auch ohne sein bewusstes Zutun dann und wann zwischen den Sprachen, stellte er einmal ungefragt in den Raum. Fließend war an seinem Englisch in der Tat insbesondere die Grenze zum Deutschen.

Anna hat sich kürzlich mal wieder beworben. Die Reaktion kam prompt in Form eines Links zum Online-Sprachtest. In der Testbeschreibung erläuterte man referenz- und haltlos, der Test prüfe auch die produktiven Sprachfertigkeiten. Wie, stand nicht dabei; augenscheinlich auf eine subtilpsychologische Art und Weise, denn Anna musste weder sprechen noch schreiben, nur hören und lesen. In den Augen der Testdesigner verhält sich dabei Betriebsterminologie zu Restsprache wie Essenz zu Brimborium: ob ihr das Wort “Überschuss” wohl am ehesten in a) einer Bank b) einer Versicherung oder c) einer Unternehmensberatung begegnet, interrogierte man Anna, und welche Tipps der Herr mit der Sparkassenkundenbetreuerstimme ihr gerade in Bezug auf ihr Aktiendepot gegeben habe. Ein gleichermaßen reliabler wie valider wie objektiver psychologisch-statistischer Schluss von Annas Wortschatzstichprobe auf Annas Wortschatzgrundgesamtheit ergab, dass Anna mal locker zwanzig bis dreißig englische Wörter kennt und dass sie, wenn sie mal verloren geht, sich subeloquent nach dem Weg erkundigen kann und die Antwort versteht, vorausgesetzt man artikuliert sie mehrmals langsam und deutlich.

Und damit steht Anna nicht einmal schlecht da: auf der selbstgestrickten Sprachkompetenzskala erreicht sie ein Level nur ganz knapp vorm Endgegner und rangiert damit oberhalb des Zielgruppengros aus Humankapitalverwaltern und internationalen Klopapier-Sales-Representatives, wie aus dem Kursangebot unschwer zu ersehen ist.

Herr Blackberry hätte sicher gewusst, was der Sparkassenkundenbetreuer ihm mit seinem kryptischen Geblubber über sein Spekulantendasein hat mitteilen wollen, und dass “Überschuss” nichts mit seiner eigenen c) Quatsch- und Plapperbranche zu tun hat. Damit wäre er dann locker an Anna vorbei gezogen und man hätte ihm den “Fluent in English”-Siegerwimpel verliehen, den er dann dekorativ unterm Namensschild seiner Bürozimmertür hätte anbringen können. Dass man seinen Toplevelsenf zu money & cash flows beim business lunch in Toplevelenglisch verbalisieren kann, formulieren die Testdesigner auf Fast-Topleveldeutsch dann so:

Sie verstehen kulturelle Referenzen und verwenden diese, so dass dies auf ein tiefgreifendes Verständnis der Gesellschaft, in der diese Sprache gesprochen wird, schließen lässt.

Was Anna betrifft, so hat diese ein grundsätzlich tiefgreifendes Verständnis für die Gesellschaft, in der diese Sprache gesprochen wird, und verwendet dieses, so dass dies auf ihr Verständnis der Notwendigkeit von Referenzen für Arbeitgeber in spe schließen lässt.